Es sollte der Auftakt zu einer beruhigenden Gruppenphase werden. Mit einem Heimsieg gegen Red Bull Salzburg sollte ein gleichwertiger Gegner gleich auf Abstand gebracht werden um gegen den Gruppenfavouriten ruhiger herangehen zu können. Aber da hatten wir uns gewaltig geschnitten – mit 1:2 ging das Heimspiel gegen die Österreicher verloren und damit auch schon fast die Chance auf das Weiterkommen. In einem maßigen Spiel waren es die Addicks, die mehr Chancen herausspielten, hochkarätige Einschussmöglichkeiten vergaben und am Ende das Nachsehen hatten.
Manager Wilki war nach dem Spiel sichtlich bedient: „Wir müssen an unserer Chancenausbeute arbeiten. Natürlich kassieren wir bei offensiver Spielweise auch mal ein, zwei Tore aber auf Grund der Chancen heute hätten wir mindestens 3 eigene Treffer verdient gehabt. Darüber werde ich mit den Spielern sprechen müssen.“
In der Tat, neben dem Treffer von Francis Jeffers zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich (31. Minute) vergaben Bryan Hughes (20.), Jürgen Säumel nach einer Ecke (61.) und Francis Jeffers (68.) beste Möglichkeiten auf einen weiteren eigenen Treffer. Auf der anderen Seite nutzten die Gäste in Person von Wilhelmsson (16.) und Stürmerstar Hesselink (72.) eiskalt die Lücken in der Addicksabwehr.
Von einem verdienten Sieg vor über 75.000 Zuschauern für die Gäste zu sprechen wäre sicherlich vermessen, jedoch trifft die Formulierung glücklicher Sieg auch nicht zu. In einem chancenreichen Spiel waren es die Männer von Red Bull Salzburg, die unseren Jungs auf internationaler Bühne vielleicht um einiges Voraus waren. Jetzt müssen unbedingt Punkte gegen Siena, Feyenoord und den HSV her, damit die Chance auf die K.O.-Spiele noch erhalten werden kann.